Zweieinhalb Jahre ehrenamtliche Arbeit in Frage gestellt

Der FC ‚An der Fahner Höhe‘ hat eine bittere Pille zu schlucken. Seine Spitzenreiterposition wird er einbüßen, weil der Verein nicht genügend Schiedsrichter nachweisen kann. Neun Punkte und eine Geldstrafe von 1.900 Euro werfen die Dachwiger Kicker zurück. Das Urteil ist gestern dem Verein zugestellt worden.
Diese Verbandsregularien gelten für alle Vereine, doch Dachwig hat inzwischen 14 Mannschaften in allen Altersgruppen auf die Beine gestellt – von den jüngsten Bambinis bis zur Männermannschaft. Proportional dazu müssen Schiedsrichter vorgehalten werden – keine einfache Aufgabe. Mithin wird der Verein dafür abgestraft, dass er vielen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gibt, in der Freizeit Fußball zu spielen. Soweit die eine Seite der Medaille.

Die andere Seite: Die Regularien gelten wie gesagt für alle Vereine. Schon vor zwei Jahren hatte der FC ‚An der Fahner Höhe‘ eine Strafe wegen zu geringer Schiedsrichteranzahl bekommen. Und seither das Problem nicht lösen können. Auch wegen dieser Vorstrafe fiel das Urteil so hart aus. Dem Außenstehenden erschließt sich nur schwer, dass das Ehrenamt – und das betrifft die Vereinsführung, die Spieler und den Trainer – so abgestraft wird.

Für Trainer Tobias Busse ist das „ein Schlag ins Gesicht der Mannschaft. Zweieinhalb Jahre Arbeit zum Aufbau dieses Teams stehen in Frage. Und dennoch – so groß die Enttäuschung auch ist, wir werden uns nicht hängen lassen. Wir suchen das Gespräch mit der Vereinsführung und Vertretern des Verbandes, um konstruktive Lösungen zu entwickeln.“ Dennoch ist Busse die Enttäuschung über die Aberkennung der hart erarbeiteten Punkte deutlich anzumerken.

Autor: B. Köhler