So schön ist ... Kühnhausen

Am vergangenen Sonntag, waren wir in einem der nördlichsten Ortsteile von Erfurt unterwegs. Kühnhausen liegt am Fuße des 22 Hektar großen Naturschutzgebietes "Schwellenburg" und wurde 1994 mit der Thüringer Gebietsreform nach Erfurt eingemeindet.

Lange schon ist Kühnhausen ein nicht nur durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf, sondern entwickelte sich im 20. Jahrhundert, nicht zuletzt durch seinen frühzeitigen Eisenbahnanschluss zu einem auch industriell geprägten Dorf. Neben Kiesgruben und der größten Kläranlage Erfurts, siedelten sich in den letzten Jahren mehrere handwerkliche Betriebe und einige Handelsunternehmen östlich des Ortes an. Verkehrstechnisch ist Kühnhausen außerdem sehr gut durch Bus- und Bahnanbindung sowie der Nähe zur B4 und A71 erschlossen.

In dem beschaulichen Ortsteil von Erfurt, mündet der Weißfrauenbach in die Gera und oberhalb des Ortes, zweigt die Mahlgera von der Gera ab. An den innerörtlichen Ufern der Mahlgera waren lange Zeit Wassermühlen zu finden. Durch diese, lässt sich letztendlich die Namensgebung des Gera-Nebenarmes herleiten.
Neben zahlreichen Fachwerkhäusern, schmückt die evangelisch-lutherische, denkmalgeschützte Dorfkirche "Porta Coeli" ("Tor zum Himmel") das Ortsbild. Die Saalkirche besteht aus Bruchsteinen und wurde 1711 im gotischen Stil fertiggestellt.

Radfahrer und Naturliebhaber lockt der entlang der Gera verlaufende "Gera-Radweg" sowie die Freizeitanlage "Erfurt am See" mit Campingplatz und Naturbad.

Autor: S. Poltermann Fotos: S. Poltermann