Königliches Wochenende in Elxleben

    Die RSB Thuringia Bulls nutzen den Heimvorteil und ziehen souverän in die Viertelfinalrunde im IWBF Champions Cup ein. Auch 2026 durften die Thuringia Bulls sich wieder freuen eine Runde im IWBF Champions Cup ausrichten. Diesmal die Vorrunde, da lediglich die Finalteilnehmer des Vorjahres nicht nur ein Freilos, sondern auch Heimrecht für die Vorschlussrunde des Final 4 genießen.

    Als Gastgeber empfingen die Thüringer mit Galatasaray Istanbul, Dinamo Sassari und die Asinara Waves Porto Torres große Namen im internationalen Rollstuhlbasketball. Im Prinzip „Jeder gegen Jeden“ kämpften die Teams über 3 Tage um die ersten beiden Plätze, welche zur Qualifikation für das nächste Level berechtigen.

     TH Bulls-Galatasaray Istanbul 113:76 (25:16, 32:15, 28:21, 28:24)

    Den mit Spannung erwarteten Auftakt machte die Begegnung gegen Galatasaray Istanbul, die ganz klar als ein Topfavorit auf den Titel zu sehen sind. Was folgte war ein magischer Europapokalabend für die RSB Thuringia Bulls. Inspiriert von den „Splash-Brothers“ Alex Halouski und Jordi Ruiz, die insgesamt 10 Dreipunktewürfe verwandelten, erzielten die Hausherren knapp 80 Punkte außerhalb der Zone bei einer fast außerirdischen Trefferquote von 66%. Das temporeiche Spiel wurde so überraschend früh vorzeitig entschieden. Galatasaray zeigte immer wieder seine Qualität gerade beim attackieren der Zone, war aber machtlos das sensationelle 113:76 aus Sicht der Bulls zu verhindern. 

     TH Bulls-Dinamo Sassari 68:48 (17:14, 26:15, 14:11, 11:8)

    Nach dem Offensivspektakel am Vorabend hieß der nächste Gegner Dinamo Sassari. Zudem kehrte mit Driss Saaid ein ehemaliger Bulls-Spieler zurück. Die Italiener rührten erstmal traditionell „Catenaccio“ an. Im 2.Viertel konnten die Gastgeber sich etwas absetzen. Doch Sassari blieb weiter mutig und dementsprechend die Partie intensiv. Aber auch Kier und Co beherrschen das Defensivspiel und ließen nur wenig unter dem eigenen Korb anbrennen. Joakim Linden und Vahid Azad sorgten dann für die nötigen Punkte zum 68:48 Erfolg. 

     TH Bulls-Asinara Waves Porto Torres 80:58 (19:14, 14:17, 18:14, 29:13)

    Nach einer kurzen Pause warteten die Asinara Waves aus Porto Torres. Galatasaray Istanbul bezwang zuvor Sassari und zog mit diesem Sieg in die nächste Runde ein. Damit hatte die letzte Partie der Vorrunde in Elxleben nur noch kosmetischen Wert. Das brachte die All Stars Piotr Luszynski und Gaz Choudhry auf den Plan. Die beiden hielten mit sehenswerten Aktionen ihre Farben lange im Spiel. Erst im Schlussviertel konnte das Bienek-Team vorentscheidend davonziehen und gewannen auch das letzte Gruppenspiel mit 80:58. Diesmal wurden Azad und Linden maßgeblich vom Niederländer Arie Twigt unterstützt. 

    Damit zog das Team von der Osterlange souverän in das Viertelfinale ein. Bei der anschließenden Auslosung wurden die Thüringer dem Gruppenkopf aus Giulianova zugeordnet. Dort trifft der zweifache Champions-Cup-Sieger neben dem Gastgeber, die im letztjährigen Halbfinale zum Stolperstein wurden, zusätzlich auf die Schwergewichte CD Ilunion Madrid sowie Fenerbahçe Istanbul.

    Lange warten müssen die Fans der Bulls nicht, um ihr Team wieder in Aktion zu sehen: Bereits am kommenden Wochenende kommt es im Bullenstall Elxleben zum nächsten Doppelpack. Am Samstag empfangen die RSB Thuringia Bulls die Dolphins Trier, am Sonntag folgt das Duell gegen Köln. Beide Spiele beginnen jeweils um 15:00 Uhr, mit dem ehrgeizigen Ziel, die Tabellenführung zu verteidigen.

     Für die RSB Thuringia Bulls spielten: Hubert Hager (20 Punkte insgesamt), Lukas Gloßner, Jordi Ruiz (32), Alex Halouski (56), Anil Cegil (2), Tomas Klein (4), Marie Kier, Arie Twigt (24), Joakim Linden (57) und Vahid Azad (64)

    Alle weiteren Ergebnisse im Überblick

    Dinamo Sassari-Asinara Waves Porto Torres 71:51 (19:17, 13:14, 20:10, 19:10)

    Galatasaray Istanbul-Asinara Waves Porto Torres 92:49 (29:2, 22:16, 15:16, 24:15)

    Galatasaray Istabul-Dinamo Sassari 82:68 (20:10, 19:17, 24:14, 19:27)

    Autor: Thuringia Bulls , Fotos: Franzi Möller