Anil Cegil (#3) mit dem Korbwurf

    Hier kommt Alex!

    Die Thuringia Bulls kommen gegen die Iguanas aus München in der zweiten Halbzeit ins Rollen und feiern mit einem deutlichen 95:38 (17:13, 17:8, 29:8, 32:9) einen erfolgreichen Bundesligaauftakt. Die RSB Thuringia Bulls empfingen zum Auftakt der Bundesliga-Punktspielrunde die München Iguanas, die auch in der nächsten Pokalrunde Ende November nach Thüringen reisen. Dabei startete das Team aus der Osterlange personell deutlich dezimiert in die neue Spielzeit. So musste Coach Andre Bienek mit Marie Kier, Vahid Azad und Joakim Linden gleich auf drei Schützlinge verzichten. Dennoch wollte der amtierende Deutsche Meister vor heimischer Kulisse den Ton angeben.

    Mareike Miller und Alex Halouski eröffneten mit den ersten Punkten für ihre Farben die neue Saison. Dabei erwischten die Bayern den wacheren Start (2:7, 2. Minute). Die Partie begann unterhaltsam mit vielen Punkten und leichten Vorteilen für die Gäste, sodass Bienek früh zur ersten Auszeit rief (9:11, 4. Minute). In der Folge zog sein Team die Zügel in der Verteidigung deutlich an. Diese Intensität verschaffte den Hausherren bis zur Viertelpause in Form einer 17:13-Führung etwas Luft.

    Die Mannschaft von Spielertrainer Gabriel Robl hielt jedoch weiter entschlossen dagegen (22:17, 13. Minute). Die Bullen wechselten auf ihre große Aufstellung um Kapitän Lukas Gloßner und Wirbelwind Anil Cegil, mit der sich die Elxlebener zunehmend Vorteile in der Zone erspielten. Nutznießer war unter anderem Neuzugang Alexander Budde, der diese Räume konsequent in Punkte umwandelte (26:17, 15. Minute). In dieser Phase hielten sich beide Mannschaften im Scoring zurück und suchten nach ihrem offensiven Rhythmus. Die Münchner überzeugten mit einer klugen und kämpferischen Vorstellung und machten es dem Favoriten lange schwer, sich entscheidend abzusetzen. Dennoch vergrößerte sich das Polster der Elxlebener bis zur Halbzeit auf 34:21.

    Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Bulls spürbar das Tempo und setzten mit einem schnellen 7:0-Lauf das erste Ausrufezeichen (41:21, 23. Minute). Die Verteidigung erstreckte sich nun über das gesamte Spielfeld und brachte auch den Bulls-Express im Angriff auf Touren. Allen voran Alex Halouski übernahm das Kommando. Der Nationalspieler traf von jenseits der Dreipunktelinie und setzte seine Mitspieler mit sehenswerten Pässen in Szene. Die Gäste fanden gegen den zunehmenden Druck kaum noch Lösungen, während die Elxlebener ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauten. Mit einem deutlichen 63:29 ging es in die letzte Viertelpause.

    Auch im Schlussabschnitt kannten die Bulls nur eine Richtung. Besonders das Duo Halouski und Budde übertrug das Zusammenspiel aus dem gemeinsamen Nationalmannschaftssommer direkt in den Bullenstall. Immer wieder fanden sich die beiden nahezu blind und sorgten mit sehenswerten Kombinationen für Applaus von den Rängen (73:29, 33. Minute). Die Münchner kämpften angeführt von Basti Kolb und Josef Wemberger weiterhin um jeden Ball, konnten dem Offensivdrang der Gastgeber aber kaum noch etwas entgegensetzen. Mit einem energischen Schlussspurt schraubten die Elxlebener das Ergebnis schließlich auf 95:38 und machten den gelungenen Saisonauftakt perfekt.

    Erfreulicherweise trugen sich alle eingesetzten Bullen in die Punkteliste ein. Die Geschichte des Abends schrieben allerdings drei Namensvetter: Alex Halouski, Alexander Budde und Hubert „Alexander“ Hager steuerten gemeinsam 80 der 95 Punkte zum Auftakterfolg bei. Zum Mann des Abends avancierte einmal mehr die Nummer 14 der TH Bulls. Mit herausragenden 43 Punkten, darunter acht erfolgreiche Dreipunktewürfe, 11 Rebounds und 15 Assists verbuchte der Ausnahmespieler ein eindrucksvolles Triple-Double.

    Der klare Erfolg liefert den Thuringia Bulls reichlich Rückenwind für die kommenden Aufgaben. Vor allem die Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel dürfte Trainer Andre Bienek zufriedenstellen. Gleichzeitig zeigte die erste Halbzeit, dass die Mannschaft noch nicht durchgehend ihren Rhythmus gefunden hat. Die kommende Trainingswoche bietet dafür die nächste Gelegenheit, denn bereits am Samstag wartet mit dem schweren Auswärtsspiel in Trier die nächste Herausforderung auf die Bullen.

    Für die Thuringia Bulls spielten: Alex Halouski (43 Punkte), Jordi Ruiz (6), Lukas Gloßner (2), Alexander Budde (28), Anil Cegil (2), Jens Albrecht (5) und Hubert Hager (9).

    Text: Thuringia Bulls, Fotos: Franzi Möller

    Alexander Budde (#13) nimmt sich den Wurf

    Hubert Hager (#4) in der Offensive

    Jens Albrecht (#12) sucht den freien Mitspieler

    Jordi Ruiz (#11) mit dem Korbwurf

    Alex Halouski (#14) nimmt Maß

    Lukas Gloßner (#6) passt den Ball